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>> Aktuelle Andacht Juni & Juli 2018

Herzlich willkommen

Chistiane_Schmidt_2017_1aUnsere Kirchengemeinde lebt in einer Stadt und in Gebäuden, die bis auf den heutigen Tag sehr von der Zeit der Reformation geprägt sind. Wir sind zu Hause in zwei Kirchen: der Stadtkirche St.Marien, die mit dem höchsten Turm von Torgau weit ins Land grüßt und seinerzeit als Hofkirche fungierte. In ihr wurden prunkvolle Hochzeiten gefeiert und wichtige Persönlichkeiten begraben, so die geliebte Gemahlin Johanns des Beständigen Herzogin Sophie von Mecklenburg. Zu ihrem Gedenken ließ der Kurfürst Lucas Cranach d.Ä. ein Altarbild mit den "14 Nothelfern" malen. Auch Katharina Luther geb. von Bora liegt in der Stadtkirche begraben. Die andere Kirche ist die berühmtere: die von Martin Luther am 5.10.1544 höchstpersönlich in Dienst genommene Schlosskapelle auf Schloss Hartenfels, der erste protestantische Kirchenneubau überhaupt. Im Gebäude der "Alten Superintendentur" in der Wintergrüne 2, die 1529 als erste ihrer Art eingerichtet wurde und in der 1530 die "Torgauer Artikel" von Luther, Melanchthon, Jonas und Bugenhagen in Vorbereitung des Reichstages in Augsburg verfasst wurden, befinden sich heute unsere Gemeinderäume.

Unsere Gemeinde gehört mit ihren ca.1850 Mitgliedern zum Kirchenkreis Torgau-Delitzsch, dem einzigen Kirchenkreis der EKM (Evangelische Kirche Mitteldeutschlands) auf dem Gebiet des Freistaates Sachsen.

Wir sind eine traditionelle Gemeinde mit Kinder-, Konfirmanden-, Jugend-, Erwachsenen und Seniorenkreisen. Einen besonders hohen Stellenwert hat bei uns die Kirchenmusik. Unser Kantor ist der 25. Nachfolger des "evangelischen Urkantors" Johann Walter, der 1526 in Torgau mit sangesfreudigen Bürgern eine Stadtkantorei gründete, die zum Vorbild des evangelischen Kantoreiwesens werden sollte. Noch heute singen (nicht nur) Torgauer in der Johann-Walter-Kantorei, im Küken- und im Kinderchor und helfen mit, die Tradition zu bewahren und lebendig zu halten. Dazu trägt auch das jährlich neu aufgelegte umfangreiche Konzertprogramm in unseren Kirchen bei.

Von Kurfürst Johann Friedrich, dem zeitlebens großen Unterstützer der Reformation, hat unsere Gemeinde das Leitmotiv übernommen: "Verbum Domini Manet In AEternum (VDMIAE) - Das Wort Gottes bleibt in Ewigkeit." (nach Jesaja 40,8)

Wir freuen uns über Ihr Interesse und bieten Ihnen auf dieser hompage weitere Informationen an. Natürlich würden wir uns auch über eine persönliche Begegnung freuen - wir laden Sie herzlich dazu ein!

Pfarrerin Christiane Schmidt


Andacht Juni & Juli 2018

Liebe Leserinnen und Leser!

wenn Sie dieses Heft in Händen halten, liegt die Zeit der großen Feste hinter uns und es beginnt die lange Zeit im Kirchenjahr, in der zumindest für evangelische Christen keine großen Feste im Kalender stehen. Hinter uns liegen die festlichen Gottesdienste zu Konfirmation und Jubelkonfirmation – junge Menschen aus unserer Gemeinde (leider nur sechs) haben sich zu ihrem christlichen Glauben bekannt und versprochen, als Christen leben zu wollen. Eine Woche vorher haben sie bei einem Test gezeigt, dass sie die wichtigsten Basics des christlichen Glaubens kennen – was wird wohl auf Dauer hängen bleiben? 

Eine Woche später, am Sonntag Trinitatis, gab es verschiedene Konfirmationsjubiläen zu feiern. Besonders diamantene Jubilare füllten die Reihen, aber auch goldene und silberne. Und wie jedes Jahr kam in unserer Kirche eine Atmosphäre von Klassentreffen auf – man begegnete sich wieder nach langer Zeit und für viele war auch dieses Wiedersehen der wichtigste Zugewinn dieses Tages. Die neuerliche Einsegnung und die Einladung zum Heiligen Abendmahl bedeuteten für so manche Teilnehmerin und manchen Teilnehmer fremd gewordenes Terrain, hat sich doch allzu oft der Lebensweg in andere Richtungen – weg von der Kirche und der christlichen Gemeinde, weg vom Glauben und von Gott – entwickelt. Was ist geschehen, dass es dazu kam? Und immer wieder kommt?

Wir wissen um unsere Geschichte, um die systematische Bekämpfung der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit ab Ende der 50er Jahre in der DDR (deshalb gibt es weit mehr JubilarInnen, die ihr 60. als die ihr 50. Konfirmationsjubiläum feiern). Damals begann gezwungenermaßen die Umwandlung von der Volkskirche zur Bekenntniskirche – und diese ist immer noch nicht abgeschlossen. Immer noch lassen sich Jugendliche nur konfirmieren, weil es die Eltern/Großeltern so wollen, werden Kinder zur Taufe gebracht, weil es in der Familie eben so üblich ist. Das öffentliche Bekenntnis zum christlichen Glauben, das gerade bei diesen Anlässen eine wichtige Rolle spielt, kommt da manchem nur stockend über die Lippen. Und wenn dann das Fest vorbei, der Alltag wieder da ist, gerät es schnell in Vergessenheit und es bleiben nur schöne Bilder...

Zu Pfingsten haben wir gefeiert, dass Gottes Geist über alles (Christen-)Volk ausgegossen wurde. Auch uns will Er begeistern! Vielleicht nutzen wir die „festarme“ Zeit, die nun vor uns liegt, um darüber nachzudenken, was uns trägt, woran wir glauben, wo wir (geistlich) zu Hause sind. Vielleicht überlegen wir, was uns helfen und verlocken könnte, unseren Glauben aufzufrischen – sozusagen ein Glaubens-Update zu erhalten. Vielleicht finden Sie hilfreiche Angebote in diesem Gemeindeblatt: in Einladungen zu Gottesdiensten und Gesprächskreisen, zu Kinderbibelwoche und Bibelstudium für Erwachsene. Vielleicht finden Sie auch Anregungen in einem guten Buch oder im Internet; vielleicht bietet der ein oder andere laue Sommerabend Gelegenheit zu einem guten Gespräch! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen segensreichen Sommer!

Ihre Pfarrerin Christiane Schmidt