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Mottosuche für die ‚LAGA-Gemeinde auf Zeit‘

laga201120Auch wenn wir uns derzeit nicht in Präsenz treffen können, so sind wir doch mit unseren Gedanken beieinander und lassen uns mit der Suche nach einem Motto durch diese Zeit tragen. Das Motto soll für uns ein Schwerpunkt sein, eine Art Überschrift, die unser Gemeindeleben rund um die LAGA lenkt und uns weiter inspiriert.
Ein großes Dankeschön an alle, die sich bisher gemeldet haben.Weitere Ideen sammeln wir unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0176 – 7256 8394.
Die verschiedenen Vorschläge stellen wir dann in der LAGA-Gemeinde zur Abstimmung. Wir freuen uns auf Ihre / auf eure Beteiligung!

Absage der Veranstaltungen am 5.11.2020 und 3.12.2020

Aufgrund der aktuell weiter steigenden Corona-Fallzahlen müssen die für den 5.11.2020 und den 3.12.2020 geplanten Veranstaltungen der LAGA-Gemeinde leider absagt werden!
Es ist bedauerlich, weil wir gerade so richtig in Fahrt gekommen sind. Aber Gesundheit und Wohlergeben haben nun Vorrang. Gleichwohl wollen wir das Projekt nicht zum Erliegen kommen lassen, sondern suchen aktuell nach Möglichkeiten, sich durch Briefe, E-Mails und andere digitale Formate auszutauschen. Das ist ungewohnt und anders als gedacht, aber es wird sich zeigen, dass sich alle Probleme bewältigen lassen und wir uns unseren Mut und den Spaß am gemeinsamen Gestalten nicht nehmen lassen.
So bleiben Sie Gott befohlen, bewahrt an Leib und Seele und in allem Schweren zuversichtlich!

Der Herr ist an diesem Ort und ich wusste es nicht.

gelaendegestaltung0920So sprach Jakob, nachdem sich im Traum für ihn der Himmel geöffnet hatte. In der Bibel haben Orte eine tiefe, geistliche Bedeutung. Ihre Namen zeugen davon. Orte sprechen, sie erinnern uns. Orte geben uns die Möglichkeit, unser Inneres, auch unsere Gottesbeziehung körperlich, leiblich nachzuvollziehen und stärker zu empfinden. Darum haben Orte eine große Kraft und Gott selbst bedient sich immer wieder verschiedener Orte, um uns zu erreichen. Deshalb gibt es kein Zu-weit-weg, kein zu unspektakulär. Gott kann aus jedem Ort einen Begegnungsort mit seiner Verheißung machen. Unter dieser Verheißung standen auch die Überlegungen der ‚Gemeinde auf Zeit‘ am 15. September 2020 zur Geländegestaltung für die LAGA 2022. Geleitet von der Frage, welche Grundbedürfnisse an einen Gottesdienst-Raum/Ort gerichtet sind, wurden zahlreiche Vorschläge gesammelt, um das Wäldchen am Elbbalkon zu einem Begegnungs-Ort zu machen. Mit viel Kreativität und witzigen Ideen wurde dem Hain schon mal gedanklich Leben eingehaucht. Was davon realisierbar ist, gilt es nun in Abstimmung mit den verantwortlichen Planern der Stadt zu prüfen. Fortsetzung finden die Planungen am Do., 8.10.2020 und Do., 5.11.2020 jeweils um 19 Uhr in der Wintergrüne. Seien Sie dabei und gestalten Sie mit! Wir freuen uns auf Sie.

Herzliche Einladung zu unserem nächsten Treffen der ‚Gemeinde auf Zeit‘ am Dienstag, 15. September 2020 um 19 Uhr im Saal der Wintergrüne 2.

Wir sind mittendrin in den Fragen rund um das Thema Gemeindeentwicklung! Nach dem ersten Kennenlernen und der Erkundung im Gelände wird es um die Konkretisierung der Geländegestaltung gehen. Wie wollen wir unseren Versammlungsort gestalten können, dass er uns und unserem Gemeindeleben dient? Wie kann sich Gemeinde von einem bestimmten Ort oder bestimmten örtlichen Gegebenheiten inspirieren lassen? Was ist unser Traum von einem schönen Gottesdienst- und Versammlungsort? Wie erzeugt man eine Atmosphäre, in der Begegnung möglich wird? Was wollen wir uns Neues trauen? Was wollen wir Altes mitnehmen? Inwiefern lernen wir am Beispiel LAGA etwas über Gemeindeentwicklung? All diesen Fragen wollen wir Stück für Stück nachgehen. Es gibt so viel auszuprobieren! Wir sind gespannt, wohin Gottes Geist uns auf unserem Weg führen wird und freuen uns sehr auf Ihr Kommen!

Die ‚Gemeinde auf Zeit‘ sammelt erste Ideen für die Präsens auf der LAGA

laga170720Wie genau der Standort der kirchlichen Präsens auf dem Gelände der Landesgartenschau aussehen soll, ist noch nicht klar, aber es soll ein Ort der Ruhe und Geborgenheit sein, für Gemeinschaft und christliches Bekenntnis, ein Ort zum Wohlfühlen. Im Vertrauen darauf, dass Gott den abendlichen Geländespaziergang nicht verregnen lassen wird, trafen sich am 15.07.2020 zahlreiche Interessierte und erkundeten im Schein der untergehenden Sonne das LAGA-Gelände im Glacis am Elbufer. Erste Ideen wurden entwickelt, um kirchliches Leben hier sichtbar werden zu lassen: Texte im Gelände, die christliche Botschaften mitteilen, Hängematten und Sonnensegel zwischen den Bäumen, um die Seele einfach mal baumeln zu lassen, ein großes Holzkreuz, weithin sichtbar oder doch lieber naturbelassen eine Baumgruppe als zentraler Andachtsort. Deutlich wurde: Weniger ist mehr! Sich auf den Ort einzulassen und zu spüren, was schon geben ist, war das eigentliche Geschenk dieses Abends. Beim kommenden Treffen Mitte September sollen diese Ideen weiterentwickelt und konkretisiert werden. Wer sich daran beteiligen möchte, ist herzlich eingeladen.

 

Die ‚LAGA-Gemeinde‘ macht sich auf ins Gelände

laga auftakt130720Nach dem wunderbaren Auftakt Mitte Juni in der Wintergrüne mit über 30 Interessierten wollen wir am Mittwoch, 15. Juli 2020 einen Ausflug in das zukünftige Gelände der Landesgartenschau wagen und Eindrücke und Ideen am Standort für die kirchliche Präsens sammeln. Wie wollen wir dort christliches Gemeindeleben gestalten und neue Formate erproben? Wie wollen wir als Christen einladen, mit den Gästen ins Gespräch kommen und gemeinsam Gottesdienst feiern? Welche Angebote können dort verwirklicht werden? Mit Blick auf Elbe und Elbwiesen versprüht der östlichste Zipfel im Glacis schon jetzt einen besonderen Zauber. Ihn zu gestalten und dort Gemeindeleben unabhängig von parochialen Strukturen aufzubauen, geistliches Miteinander, Seelsorge und Gemeinschaft neu und offen zu denken, ist eine besonders reizvolle Aufgaben in den kommenden zwei Jahren und vielleicht sogar darüber hinaus. Wer Lust hat, sich einzubringen und christliche Gemeinschaft inspiriert durch die Landesgartenschau 2022 mitzugestalten, zu formen und zu erleben, ist herzlich eingeladen am abendlichen Erkundungsgang teilzunehmen. Los geht es an der Wintergrüne 2 am 15. Juli 2020 um 19 Uhr.

Erprobungsraum „Christen und Landesgartenschau Torgau“

Erprobungsraume EKM INVgrunDie Landesgartenschau in Torgau 2022 rückt näher und auch die Kirche möchte sich aktiv daran beteiligen. Daher gründen wir eine ‚Gemeinde auf Zeit‘ und suchen Interessierte und Begeisterte, die mitgestalten und ausprobieren wollen, die Lust haben, kreativ zu sein, die neue Wege in der Gemeindearbeit gehen wollen.

Gedacht ist die ‚Landesgartenschau-Gemeinde‘ als überregionales Angebot, das sich aus den christlichen Gemeinden der Torgauer Region in ökumenischer Gemeinschaft zusammenfindet, aber auch einladend sein will für konfessionsfreie Menschen. Jeder kann mitmachen! Neben der Vorbereitung und Durchführung der Landesgartenschau geht es vor allem um die Möglichkeit, spirituelle und seelsorgerische Formate zu finden, die christliches Leben neu erfahrbar machen und auf andere ausstrahlen. Dabei gibt es kein Richtig oder Falsch, sondern immer nur ein Ausprobieren und gemeinsam neue Erfahrungen sammeln.

Möglich wird die ‚Gemeinde auf Zeit‘ durch die Hilfe der Evangelische Kirche in Mitteldeutschland und das Format: „Erprobungsräume“. Und genau das wollen wir tun: Wir wollen diesen besonderen Raum von christlicher Gemeinschaft während der Landesgartenschau erproben.

rptnbSeit dem 1. März 2020 ist eine Projektstelle eingerichtet, die sich um alle Fragen der Organisation und Vernetzung, Machbarkeit und Durchführung sowie Weiterbildung und Qualifizierung der Mitwirkenden kümmert.

Als Projektleiterin ist Nicol Speer Ansprechpartnerin für alle Fragen, Wünsche und Anregungen und erreichbar unter:

Projektbüro Pfarrstraße 5, 04860 Torgau | Tel. 03421 – 7763 232 | Mobil 0176 – 7256 8394
E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
Im Netz www.christen-landesgartenschau-torgau.de

Einen ersten Termin zum Kennenlernen gibt es am Mittwoch, 17.06.2020 um 19.00 Uhr in Torgau in der Wintergrüne 2 im Saal des Dachgeschosses.

SIE SIND HERZLICH EINGELADEN!



+ + + LAGA Vorbereitungsrunde August 2019 + + +

Kirchenpavillon wird auf dem LAGA-Gelände errichtet

laga2020 05 19aTORGAU. Wo soll auf der Landesgartenschau 2022 der Kirchenpavillon errichtet werden? Dieser Frage gingen die Vertreter der kirchlichen Institutionen bei ihrem letzten Treffen in diesem Jahre nach. Im März hatte man die alte Bastion besichtigt, im Mai der Standort „Glacis-Ost“. Letzterer befindet sich am Begegnungspunkt der Elbe und des Elberadweges in unmittelbarer Nähe der Straße „Am Stadtpark“. Beide Standorte haben Vor- und Nachteile, die in der vergangenen Sitzung der Vorbereitungsgruppe mehrfach zu Debatte standen. Ein Knackpunkt war dabei die Frage: Soll der Kirchenstandort im Bezahlbereich der LAGA 2020 liegen oder nicht?
Auch wenn die LAGA 2022 noch ein Stück hin ist, so ist dennoch bekannt, dass seitens der städtischen Planer zusammen mit dem Torgauer Stadtrat, die ersten festen Plangrößen und Event-Orte bereits abgesteckt und festgelegt wurden. Auch die Finanzierung spielt dabei eine nicht unwichtige Rolle. Daher war die Standortentscheidung in dieser Phase der Gesamtplanung für alle Beteiligten wichtig.
Die Entscheidung fiel auf der letzten Sitzung am 29. August 2019 in der Wintergrüne 2. Einstimmung wurde beschlossen, den Standort „Glacis-Ost“ im Bezahlbereich zu wählen. In der Diskussion darüber wurde schnell deutlich, dass die Besucher in der Zeit der Landesgartenschau primär wegen der LAGA nach Torgau kommen würden – und es wäre sehr unwahrscheinlich, dass dieselben das Gelände der LAGA (also den Bezahlbereich) eigens verlassen täten, um den Kirchenpavillon aufzusuchen.
In den kommenden Beratungen wird es nun um thematische und inhaltliche Fragen gehen. Da spielt u.a. die Art und Form des Kirchenpavillons eine Rolle sowie das Kernthema, unter dem sich die kirchlichen Institutionen und Einrichtungen auf der LAGA 2020 präsentieren werden. Die nächste Zusammenkunft findet am 7. November 2019 um 10 Uhr in der Wintergrüne 2 in Torgau statt.


+ + + LAGA Vorbereitungsrunde März 2019 + + +

Planungen für Kirchenstandort bei der Laga sind im Gange

150319tzTORGAU. Am Donnerstag (14.03.2019) besichtigte die Vorbereitungsgruppe des Kirchenkreises Torgau-Delitzsch mit Bettina Klein das Gelände der Schau 2022, um einen möglichen Standort für die Kirche zu finden. In Frage kommt auch die Bastion VII, die im Zuge der Landesgartenschau voll saniert wird.

Während der Landesgartenschau 2022 in Torgau wird sich auch die Kirche mit einem Standort präsentieren. Als Platz dafür käme die Bastion VII in der Kleinen Feldstraße in Frage, die am Donnerstag von der Vorbereitungsgruppe des Evangelischen Kirchenkreises Torgau-Delitzsch und Bettina Klein, der Laga-Beauftragten der Stadt Torgau, in Augenschein genommen wurde.

„Die Bastion wird im Zuge der Landesgartenschau vollsaniert und im Anschluss eventuell von der Volkssolidarität genutzt. Mit dieser befinden wir uns gerade in Abstimmungen“, erklärte Letztere beim Gang durch die fünf tunnelartigen Räume, deren die Entstehung mehr als 200 Jahre zurückliegt. „Sicherlich wäre es auch denkbar, in einer der Tonnen die Geschichte der Bastion mit einzubauen“, zog Bettina Klein in Erwägung. Bisher werde der Festungsteil von den Torgauer Stadtwerken als Lagerhalle genutzt. Auch nach der Laga solle die Bastion in städtischer Hand bleiben.

Der Vorplatz des Bauwerkes würde dem Kirchenkreis für deren Standort bei der Schau mit zur Verfügung stehen. Superintendent Mathias Imbusch und die weiteren Mitglieder der Vorbereitungsgruppe konnten sich die Bastion am Donnerstag für die Nutzung als Rückzugsort vorstellen, während der Vorplatz die Hauptanlaufstelle bilden würde. „Bei der Größe der Bastion würde sich eine gemeinsame Nutzung mit anderen Vereinen und Partnern anbieten. Das würde viele Vorteile mit sich bringen, da man sich gegenseitig unterstützen könnte. Doch durch die dadurch gebotene Vielfalt besteht gleichzeitig die Gefahr, dass wir als Kirche mit unserem Angebot ein wenig untergehen. Das würden wir mit einem alleinigen Standort umgehen“, warf Imbusch in die Waagschale.
Er äußerte im Laufe der Besichtigung auch den Gedanken eines möglichen Kirchenpavillons innerhalb der Eichwiesen. Im Laufe der nächsten Monate soll schließlich die Wahl des Kirchenstandortes erfolgen. Bis dahin würde auch weitere Überlegungen anstehen, wie der Kirchenstandort bei der Laga gestaltet werde, so der Superintendent. Einige Ideen habe die Gruppe bereits entwickelt, ließ er wissen, ohne diese Ansätze schon konkretisieren zu wollen. „Außerdem haben wir Kontakt zur Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens in Dresden sowie zum Kirchenbezirk Leisnig-Oschatz aufgenommen. Der Bezirk signalisierte großes Interesse daran, sich an unserer Arbeit zu beteiligen. Die Antwort der Landeskirche und auch eine Anfrage an den Kirchenbezirk Leipziger Land steht noch aus.“
Der Einsatz der Vertreter des hiesigen Kirchenkreises sorgte besonders bei Bettina Klein für Begeisterung: „Das ist eine bunte Truppe, die sich schon jetzt sehr für die Laga engagiert. Gleich nach dem Tag der Sachsen im letzten Jahr hatten sie sich zum ersten Mal zusammengesetzt. Das ist eine wunderbare Zusammenarbeit.“ Quelle: Torgauer Zeitung | 15.03.2019 | Volontärin Elisa Perz

+ + + LAGA Vorbereitungsrunde Januar 2019 + + +

Standortsuche

Torgau. Am 17. Januar 2019 war die Lutherstube in der Alten Superintendentur Wintergrüne 2 in Torgau gut besucht. Hier tagte – bereits schon zum zweiten Mal – die LAGA-Vorbereitungsgruppe des Evangelischen Kirchenkreises Torgau-Delitzsch. Die Landesgartenschau (LAGA) wird im April 2022 in Torgau eröffnet, dann für sechs Monate in der Elbestadt präsent sein und ihre Besucher empfangen. Wie im vergangenen Jahr in Burg, wird es auch in drei Jahren in Torgau viele Angebote geben, zu denen die Christinnen und Christen der Stadt, des Umlandes und des Kirchenkreises einladen werden.

Das wird eine Mammutaufgabe und ist Herausforderung! Zuletzt – beim Tag der Sachsen in Torgau – gab es rund um die Stadtkirche St. Marien ein breites kirchliches Angebot. Doch dieses Drei-Tage-Event ist in keiner Weise mit dem zu vergleichen, was dann auf die christlichen Protagonisten zukommt. Beim ersten Treffen der Vorbereitungsgruppe im November 2018 hatte man sich – zusammen mit den Verantwortlichen seitens der Stadt – das künftige LAGA-Gelände angeschaut und schon dabei Ausschau gehalten, wo das „Kirchendorf“ zur Landesgartenschau einmal entstehen könnte. Wobei „Kirchendorf“ zunächst mal nur der Arbeitstitel für den Standort ist. Die Standortfrage bestimmte im Wesentlichen die letzte Zusammenkunft.

laga runde 01 2019Das in Torgau ausgewählte Areal für die LAGA 2022 umfasst insgesamt circa 25 Hektar. Dabei bilden die beiden nördlichen Glacis-Abschnitte das Herzstück der Landesgartenschau. Sie sind Teil des grünen Ringes um die Altstadt. Nun soll der Bereich zu einem Vorzeigeobjekt werden, das den Bogen von der Festungs- und der Gartengeschichte über den Naturschutz bis hin zum städtischen Naherholungsgebiet spannt. Nördlich davon werden außerdem Flächen auf Industrie- und Bahnbrachen entwickelt.

Die Standortfrage war primär getragen von einer Überlegung: Soll das Kirchendorf im Bezahlbereich stehen oder nicht? In Burg hatte man sich dazu auf der letzten LAGA schlau gemacht. Dort war das Kirchendorf auf der sogenannten Laufmeile platziert, die zwischen zwei LAGA-Geländen lag. Hier konnte jeder – ohne Eintritt bezahlen zu müssen – den Angeboten nachkommen. Diese Frage wurde in Torgau ausführlich diskutiert. Optisch gab es dazu den LAGA-Lageplan 2022, den Frau Klein von der Stadtverwaltung eigens dafür der Runde vorstellte.

Pro und Contra wurde diskutiert: Für eine Lage des Kirchendorfes im Bezahlbereich spricht, dass hier die meisten LAGA-Besucher unterwegs sein werden. Der Nachteil wäre, dass hier dann alle zuvor erst einmal Eintritt bezahlen müssten. Gegen eine Lage des Kirchendorfes im Bezahlbereich spricht, dass hier keine LAGA-Besucher gezielt hinkommen würden, da sie sich – nach Entrichtung des Eintrittspreises – vorrangig im „inneren Kern“ bewegen werden und nicht im Umfeld des Ausstellungsgeländes.

An Hand des Lageplanes wurden die einzelnen Standorte abgewogen. Festschreibungen, wo sich zur LAGA in drei Jahren etwas befinden wird, gibt es heute noch nicht. „Noch ist alles in Planung und völlig offen“, bestätigte Frau Klein aus dem Torgauer Rathaus. Überlegt wurde, ob man den Kirchen-Standort – wie schon beim Tag der Sachsen – rund um die Stadtkirche St. Marien ansiedeln sollte. Dieser Vorschlag fand keine Mehrheit. Pfarrerin Christiane Schmidt konnte jedoch heute schon bestätigen, dass die Kirchengemeinde Torgau in ihrer Stadtkirche zahlreiche Angebote für die Besucher der LAGA bereithalten wird. Als sogenannter Korrespondenzstandort zum Kirchendorf, könnte so die Stadtkirche ihre eigene Rolle bei der LAGA spielen. Die Mehrheit der Meinungen tendierte dann zu einem Standort, der nicht im Ausstellungsgelände angesiedelt sein sollte. Superintendent Mathias Imbusch konstatierte zum Schluss, man werde nach einen Standort suchen, der vielleicht „außerhalb, aber nicht ab vom Schuss“ liegen soll. Dieser Aufgabe wird sich die Vorbereitungsgruppe auf der nächsten Zusammenkunft im Frühjahr stellen. Dabei werden mögliche Standorte zu Fuß erkundet und unter Augenschein genommen. Fest steht aber schon heute: Es wird auf der Landesgartenschau 2022 ein interessantes und abwechslungsreiches Angebot für Christinnen und Christen und jeden neugierigen LAGA-Besucher geben. Andreas Bechert

+ + + LAGA Auftakt Oktober 2018 + + +

 Evangelische Landeskirche Mitteldeutschland pflanzte gestern einen symbolischen Staffelstab unweit von St. Marien

ginko18TORGAU. Wenn das kein gutes Zeichen ist: Superintendent Mathias Imbusch, Torgaus Pfarrerin Christiane Schmidt und Bettina Klein, verantwortlich im Rathaus für die Grünflächen der Stadt, pflanzten gestern Vormittag einen jungen Ginkgo-Baum unweit von St. Marien. Mehr als ein Dutzend Vertreter des Kirchenkreises Torgau-Oschatz waren eigens dafür in die Elbestadt gekommen. Der Ginkgo wurde ihnen zum Abschluss der LAGA in Burg/Sachsen-Anhalt als symbolischer Staffelstab überreicht. Landeskirchlich gesehen zählt Burg ebenso wie Torgau zur Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Die EKM will damit deutlich machen, dass sie die LAGA im Jahr 2022 aktiv mitgestalten möchte, wobei sich der Kirchenkreis Torgau-Oschatz vordergründig einbringen will.

Wie das geschehen kann, soll eine erste Beratung, eine Ideenbörse, im November ergeben, bekundete Pfarrer Axel Meißner aus Schkeuditz. Erste Gedanken waren aber gestern schon zu vernehmen: Die bisherigen Planungen lenkten Aktionsgebiete der Landesgartenschau eher an den Stadtrand, aber Torgau brauche vor allem auch eine lebendige grüne Altstadt. Um dies zu forcieren, dürfe man gern auch die Phantasie zum Blühen bringen. Kantor Norbert Britze aus Bad Düben gab gestern schon ein Beispiel, als er spontan ein bekanntes Sprichwort umformulierte: „Luther hat gesagt, wenn ich wüsste, dass 2022 die LAGA in Torgau stattfindet, würde ich dort einen Baum pflanzen.“ Der Beifall war ihm dafür gewiss. Tipps für die Baumpflege des Setzlings hatte Pfarrer Andres Uhle aus Authausen parat: „Immer gut gießen. In meinem Garten wächst seit eineinhalb Jahren ein Ginkgo.“ Beate Senftleben (wintergrüne) verriet: „Die Gemeinde Dommitzsch-Trossin hat mir 2007 zum Abschied einen kleinen Ginkgo geschenkt. Der gedeiht prächtig, ist ein stattliches Exemplar geworden.“
Gut zu wissen: Der Ginkgo, auch Fächerblattbaum oder Tausend-Taler-Baum genannt, ist als chinesischer Glückbaum bekannt, soll auch Wunder bewirken und im alten China als einziger Baum die Eiszeit überlebt haben. Die zweigeteilte Blattform wird gern auch zu Schmuck verarbeitet und als Symbol für Liebe und Freundschaft getragen.
Zwar nicht Luther, aber Dichterfürst Goethe hatte dem Ginkgo seinerzeit sein berühmtes Gedicht „Ginkgo Biloba“ gewidmet und den Baum nach Weimar geholt, wo er noch immer Wurzeln schlägt und viele Touristen anzieht. Das sollte auch in Torgau glücken, diese Hoffnung vereinte gestern auch das hiesige Pflanzkomitee.
Quelle: Torgauer Zeitung, Gabi Zahn, 11. Oktober 2018